BARF für Welpen

BARF für Welpen
Foto: Phil Stev – Fotolia

Ab der vierten Lebenswoche kann probiert werden den Welpen, neben der Muttermilch bereits feste Nahrung angeboten zu werden. Um in dieser Zeit die Umstellung auf den eignen Fressnapf zu erleichtern, sollte das BARF Menü feinpüriert oder als Brei angeboten werden, den die kleinen Hunde leicht aufschlecken können. Ab der 8. Woche kann mit festem, rohem Fleisch begonnen werden, so dass sich der Hund schnell an das Rohangebot gewöhnt. Ergänzt werden muss dieses mit ausreichen Calciumcitrat sowie Gemüse und Obst, um den gesteigerten Bedarf des Welpens an Calcium zu bedienen. Weiterhin braucht der Welpe mehr Energie als ein ausgewachsener Hund, da er vor allem bis zum 6. Lebensmonat eine sehr steile Wachstumskurve vollzieht.

Die richtige Energie für den Welpen

Aus diesem Grund ist sein Futter energiereicher, um den erhöhten Bedarf ideal abzudecken. Der Energiebedarf eines heran wachsenden Welpen ist ungefähr doppelt so hoch wie der eines ausgewachsenen Hundes mit derselben Körpergröße. Grund hierfür sind der starke Gewebezuwachs und die Entwicklung des gesamten Körpers. Nach dem 6. Lebensmonat, wenn der Welpe ca. 40 Prozent seines Endgewichtes erreicht hat, sinkt dieser erhöhte Bedarf parallel zu seiner Wachstumskurve.

Einteilung Energiebedarf für Welpen

Bis 40% des Endgewichtes: doppelter Energiebedarf

40- 80% des Endgewichtes: 1,6 fache des Erhaltungsbedarfes

Ab 80% des Endgewichtes: normaler Energiebedarf

Für den Aufbau von neuem Gewebe und für die Entwicklung der Muskulatur braucht der Welpe eine erhöhte Proteinzufuhr. Dafür ist es wichtig, dass das Protein nicht nur sehr hochwertig ist, sondern auch eine sehr gute Verdaulichkeit besitzt. Ideal eignet sich hierfür Muskelfleisch vom Geflügel, Kalb oder Fischfilet. Für die noch nicht ausgewachsenen Knochen benötigt der junge Hund eine erhöhte Kalzium-Zufuhr. Neben Calciumcitrat kann dieser Bedarf auch über Eierschale, kleine Knorpel oder Knochenmehl zusätzlich zum Fleisch ergänzt werden.

Um den noch nicht ausgewachsenen Magen-Darm-Trakt zu schonen, sollte der Getreideanteil gering sein und nicht über 5 Prozent liegen. Alternativ kann komplett auf Getreide verzichtet werden. Zudem sind kleine Portionen über den Tag verteilt bekömmlicher und erleichtern die Umstellung von der Muttermilch auf den eigenen Fressnapf.

Die Fütterungshäufigkeit bei Welpen

Bis 6. Lebensmonat 4 Mahlzeiten/ Tag

Ab 6. Lebensmonat 2 Mahlzeiten/ Tag

Mit einem Alter von ungefähr einem Jahr kann anschließend auf das normale BARF Menü für den ausgewachsenen Hund umgestiegen werden. Bei großen und Riesenrassen empfiehlt es sich bereits mit 9 Monaten auf ein BARF Rezept mit einem durchschnittlichen Energiegehalt wie für ausgewachsene Hunde umzusteigen, um eine zu hohe Energiezufuhr zu vermeiden.

Grundsätzlich dürfen alle jungen Hunde nicht zu rund gefüttert werden. Die Wachstumsfugen der Knochen schließen sich erst ab dem 12. Lebensmonat. Jedes Kilogramm Übergewicht belastet die instabilen Knochen und Gelenke, so dass es im schlimmsten Fall zu chronischen Gelenkleiden kommen kann. Insbesondere sehr große Rassen müssen rechtzeitig auf ein BARF-Futter für erwachsene Hunde umgestellt werden, um eine Energieüberversorgung und damit ein Übergewicht zu vermeiden. Es sollte so gefüttert werden, dass eine durchschnittliche aber keine maximale Wachstumskurve erreicht wird. Zur Kontrolle sollte der Hundebesitzer seinen Welpen regelmäßig auf die Waage stellen und die BARF Mahlzeiten immer aktuell anpassen. Fütterungsmenegn beziehen sich immer auf das aktuelle Gewicht des Welpens.

Die richtige Futtermenge für den Welpen

Je nach Rasse, zu erwartender Größe und Lebenssituation ändert sich der Bedarf eines jeden Welpens. Dies kann in keine pauschale Rechenformel gesteckt werden. Aufgrund dessen sollten sich unerfahrene Hundebesitzer von einem Experten einen angepassten BARF Fütterungsplan mit Mengen erstellen lassen. So wird sichergestellt, dass der junge Hund mit allem versorgt wird, was er für seine Gesundheit und ein richtiges Wachstum braucht.