Die artgerechte Ernährung des Hundes

Die artgerechte Ernaehrung des Hundes
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Die basierten Kenntnisse der Anatomie und der Verdauung des Hundes sind Grundlage für die Erstellung einer artgerechten und bedarfsdeckenden BARF Ernährung, welche nach dem Vorbild der Natur und der Lebensweise des Wolfes zusammen gestellt werden sollte. Für eine korrekte Nachahmung der Wolfsnahrung muss der Hauptbestandteil jeder gesunden BARF Mahlzeit eine große Portion rohes Fleisch sein, was durch pflanzliche Bestandteile wie Kräuter, Gräser, Gemüse und Obst ergänzt wird. Diese pflanzlichen Ballaststoffe dienen einer verbesserten Verdauungsmotorik und der Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen. Auf diesem Wege erreicht man eine besonders gesunde und ausgewogene Nährstoffversorgung und bedient somit den Tagesbedarf des Hundes.

Flexibilität in der Hundeernährung

Durch eine größtmögliche Flexibilität in seiner Ernährung sicherte sich der Wolf sein Überleben, so dass auch bei ihm immer wieder ein Ausweichen auf pflanzliche Kost beobachtet werden konnte. Die Teile der pflanzlichen Kost entstammten hierbei hauptsächlich dem Magen-Darm-Trakt der Beutetiere, die zumeist reine Pflanzenfresser waren. Diese sekundäre Aufnahme der pflanzlichen Nahrung machte dem Wolf die Verwertung der vorverdauten pflanzlichen Ballaststoffe leichter, da sein Organismus hauptsächlich darauf ausgerichtet ist, Fleisch zu verdauen. Der Hund ist- genau wie der Wolf- ein Carni-Ominivorer, was übersetzt die Bezeichnung für einen Fleisch- und Allesfresser ist. Er besitzt noch bis heute die fast identische Anatomie der Verdauungsorgane seines Stammesvaters. Diese Anatomie ist vom Aufbau jedoch nicht auf eine Verwertung von komplexen Kohlenhydraten, sprich Getreide oder Stärke eingestellt. Aufgrund dessen sollte Getreide nur in einem geringen Umfang in der BARF Kost auftauchen.

Feuchte im Hundefutter

Ein weiterer Aspekt für die gesunde Hundeernährung ist die genügende Feuchte seiner Nahrung. Der Wolf nahm durch den Verzehr seiner erlegten Beute automatisch einen großen Anteil Wasser mit auf. Das frische Beutetier enthält im Normalfall 70-80 Prozent Feuchtigkeit. Ausgenommen von diesen Werten ist Aas. Um die naturnahe Nährweise richtig zu imitieren, muss jede Hundemahlzeit ausreichend feucht sein. Dies wird automatisch durch saftiges rohes Fleisch, ergänzt mit Obst und Gemüse erreicht. Werden Flocken oder Püress dem BARF Menü beigemengt, so können diese in Wasser eingeweicht werden.