Umstellen auf Rohfütterung leicht gemacht

Umstellen auf BARF leicht gemacht
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Schritt 1: Den Hund auf den Geschmack bringen

Viele Hunde haben vor der Entscheidung ihres Besitzers auf BARF umzusteigen noch nie Kontakt mit frischem, rohem Fleisch gehabt. Um den Vierbeiner an die gesunde Nahrung zu gewöhnen, muss schrittweise herausgefunden werden, welche Sorte ihm besonders gut schmeckt. Gut funktionieren häufig sehr intensiv riechende und schmeckende Fleischarten wie beispielsweise Lamm, Fisch oder auch Wild. Ist die Lieblingssorte gefunden, kann der Hund über kleine Leckereien in Form von frischem Fleisch langsam an die BARF Mahlzeit heran geführt werden. Einmal auf den Geschmack gekommen, kann der Hund schnell auch von anderen Fleischsorten überzeugt werden. Anschließend wird der Vierbeiner schrittweise an die andren BARF Zutaten wie Obst, Gemüse und Kräuter gewöhnt.

Schritt 2: Die Verdauung des Hundes auf das neue Futter einstellen

Die bakterielle Fermentation des Nahrungsbreis- also die Aufspaltung in ihre einzelnen Nährstoffe- erfolgt im Dickdarm des Hundes. Die Bakterien lösen die einzelnen Nahrungsbestandteile auf und machen sie für den Hund verwertbar, so dass wertvolle Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine vom Organismus aufgenommen werden können. Die bakterielle Besiedlung des Darms ist von Tier zu Tier sehr individuell und hängt von Alter, Rasse, Ernährung und vielen weiteren Faktoren ab. Aufgrund der sensiblen Darmflora darf ein Futterwechsel stets nur sehr langsam vorgenommen werden, um die Bakterien Stück für Stück an die neuen Nährstoffe zu gewöhnen und einer fehlerhaften Verdauung und auch Durchfällen entgegen zu wirken.

Schritt 3: Mischen von neuem und altem Hundefutter

Ideal ist eine Umstellung über drei bis vier Tage in denen neues und altes Futter langsam miteinander vermischt werden, wobei von der neuen Nahrung immer größere Teile verfüttert werden. Da Trockenfutter und Nassfutter nie gemeinsam gefüttert werden dürfen, ist hier die Umstellung ein wenig schwieriger. Ein Trick ist es anfangs nur kleine Mahlzeiten des neuen Nassfutters zu verwenden oder das Trockenfutter vor der Vermischung gründlich in einer ausreichenden Menge Wasser einzuweichen. Sollten dennoch Durchfälle auftreten, so sind diese bedenkenlos. Die Darmflora des Hundes wird sich an das neue Futter schnell gewöhnen, so dass sich die Verdauung von alleine wieder normalisiert. Durchfallerkrankungen, die länger als vier Tage andauern, sollten jedoch immer einem Tierarzt vorgestellt werden, da dahinter ernste Infektionen stecken können.