Leberdiät

Leberdiät
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Leber- und Gallenerkrankungen tauchen vor allem bei älteren Hunden immer häufiger auf. Neben einer tiermedizinischen Behandlung ist für eine fortschreitende Lebererkrankung ein angepasstes BARF Futter entscheidend für den Therapieerfolg. Chronische Leiden können häufig nicht mehr vollständig geheilt werden, jedoch kann durch das richtige Fütterungsmanangement die Symptomatik und die Lebensqualität des Hundes verbessert werden.

In der Leber laufen biochemische, lebenswichtige Vorgänge ab, die für den ganzen Stoffwechsel des Hundes eine zentrale Rolle spielen. Zudem ist die Leber ein Organ, das ein gewaltiges Speichervolumen für Nährstoffe, Fette, Vitamine und Abbauprodukte bietet. Da sie eine hohe Fähigkeit zur Regeneration besitzt, fallen Erkrankungen häufig erst in einem sehr spätem Stadium auf, so dass sie häufig schon in ein chronisches Stadium übergetreten sind.

Ziel einer angepassten Ernährung

Das Futter für einen Leberpatienten soll das Organ schonen und die Symptome abmildern. Die normalen Stoffwechselvorgänge sollen aufrechterhalten werden und die Regeneration der Leberzellen gefördert werden. Streng vermieden werden soll eine Ansammlung giftiger Stoffwechselprodukte, so dass alle Stoffe die über die Leber abgebaut werden müssen, im Futter reduziert werden sollten.

Zusammenstellung Leberdiät

Der Protein- und somit der Fleischgehalt des BARF Menüs muss reduziert werden. Die reduzierte Menge an Fleisch muss aus diesem Grund besonders hochwertig sein. Dies bedeutet es sollte nur Muskelfleisch eingesetzt werden. Je weniger Bindegewebe dies enthält, desto besser ist die Verdaulichkeit für den Hund. Gute Fleischsorten sind Kaninchen, Kalb oder Fisch. Ergänzt werden sollte dies durch vitaminreiches Obst und Gemüse, so dass der Hund eine ausreichende Menge antioxidativer Vitamine erhält, um die Zellengesundheit zu unterstützen. Auch Getreide sollte gefüttert werden, um dem Hund eine zusätzliche Energiequelle zu bieten und den Fasergehalt der BARF Mahlzeit zu erhöhen. Durch den erhöhten Fasergehalt wird die Verdauung des Futters verlangsamt, was die Leber schont.

Wenig Fett

Da die Leberzellen sehr viel Fett speichern, sollte die Leberdiät für den Hund fettreduziert sein. Je weniger Fett er über seine Nahrung erhält, desto weniger wird die Speicherkapazität der Leberzellen beansprucht. Gleiches gilt für Vitamin A, das hauptsächlich in der Leber gespeichert wird. Dem Hund sollten deswegen auf keinen Fall Innereien gefüttert werden, sondern ausschließlich reines Muskelfleisch verwendet werden. Um die Bekömmlichkeit des Futters zu steigern, hat es sich bewährt gemacht dem Hund statt einer großen Mahlzeit viele kleine Portionen zu füttern. So wird die Leber geschont, da immer nur kleine Mengen das Verdauungssystem passieren.